Erfolgreiche Zertifizierung Mensa Jahnhalle


Die Stadt Laichingen hat sich als Träger des Schulzentrums Laichingen beim Modellprojekt „Schulverpflegung 2018“, initiiert durch das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, beworben und wurde ebenso ausgewählt. Während der Projektphase wurde uns seitens der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) mitgeteilt, dass Mensen mit drei oder weniger Verpflegungstagen nicht DGE-zertifiziert werden können. Daher bestand nur noch die Möglichkeit die Schulverpflegung der Erich-Kästner-Gemeinschaftsschule mit 4 Verpflegungstagen zertifizieren zu lassen.

Seit März 2018 hatte die Stadtverwaltung Laichingen Unterstützung und Begleitung von einer Praxisbegleiterin Kita- und Schulverpflegung BW. Zudem wurden Netzwerkveranstaltungen für den Austausch unter allen Beteiligten durchgeführt. Das Audit zur Überprüfung der Zertifizierungskriterien fand am 16.10.2018 statt.

An diesem Termin hat eine Menülinie unserer Mittagsverpflegung der Erich-Kästner-Gemeinschaftsschule eine Schule + Essen = Note 1-Zertifizierung erhalten und wurde mit diesem Logo ausgezeichnet.

Logo Schule + Essen = Note 1 Zertifizierung
Basis der Zertifizierung ist der „DGE-Qualitätsstandard für die Schulverpflegung“. Doch was bedeutet das konkret für die Schülerinnen und Schüler bzw. die Verpflegung der Kinder und Jugendlichen? Mit der erfolgreich bestandenen Schule + Essen = Note 1-Zertifizierung wird sichergestellt, dass die Verpflegung für die Schülerinnen und Schüler nach den aktuellen Erkenntnissen der Ernährungswissenschaft zusammengestellt wird. Insgesamt werden drei Qualitätsbereiche „Lebensmittel“, „Speisenplanung & –herstellung“ und „Lebenswelt“ überprüft.
Hier einige Beispiele für den Qualitätsbereich „Lebensmittel“ in der Mittagsverpflegung. Die Angaben beziehen sich in unserem Fall auf 16 Verpflegungstage:
  •  es gibt 16 x abwechselnd Speisekartoffeln, Parboiled Reis, Teigwaren, Brot, Brötchen und andere Getreideprodukte – davon mindestens 4 x Vollkornprodukte
  •  es gibt 16 x Gemüse oder Salat – davon mindestens 7 x Rohkost oder Salat
  •  mindestens 6 x Obst frisch oder tiefgekühlt ohne Zuckerzusatz
  •  mindestens 6 x Milch und Milchprodukte
  •  maximal 6 x Fleisch/Wurst – davon mindestens 3 x mageres Muskelfleisch wie Putenbrust, Hähnchenschnitzel oder Rinderbraten
  •  mindestens 3 x Seefisch – davon mindestens 1 x fettreicher Seefisch
  •  16 x Trink- oder Mineralwasser
Im Qualitätsbereich „Speisenplanung & -herstellung“ wird u.a. auf eine fettarme und nährstoffschonende Zubereitung geachtet, frittierte und/oder panierte Produkte werden maximal 4 x in 20 Verpflegungstagen angeboten, Zucker und Jodsalz werden sparsam eingesetzt, frische oder tiefgekühlte Kräuter werden zum Würzen bevorzugt. Von Bedeutung ist zudem ein saisonales Angebot an Lebensmitteln, die Berücksichtigung kulturspezifischer und regionaler Essgewohnheiten sowie religiöser Aspekte und vieles mehr.

Für den Qualitätsbereich „Lebenswelt“ sind ebenfalls Überprüfungskriterien festgelegt: wichtig ist z. B. ein separater Raum für die Ausgabe und den Verzehr der Speisen und Getränke sowie Pausenzeiten von mindestens 60 Minuten.
Durch jährliche Audits/Überprüfungen wird die Qualität langfristig gesichert.
Mehr Informationen zu den verschiedenen Qualitätsbereichen, zum „DGE-Qualitätsstandard für die Schulverpflegung“ sowie zu „Schule + Essen = Note 1“ finden Sie im Internet unter www.schuleplusessen.de.
Zudem wurde im Rahmen des Modellprojektes eine Bio-Zertifizierung bei unserem Caterer, dem Gasthaus Lamm aus Asch, durchgeführt. Zertifiziert wurden Frischgemüse und Obst aus biologischem Anbau nach den EU ÖKO Kriterien.

Zertifizierung Mensa Jahnhalle