Machtolsheim ist seit 1. Januar 1975 ein Stadtteil von Laichingen. Es wird angenommen, dass der Ort zwischen dem 5. und 6. Jahrhundert n. Chr. von den Alemannen gegründet wurde. Urkundlich erwähnt wurde Machtolsheim erstmals 1204. Der Name ist abgeleitet von dem Personennamen „Machtolf“.

Luftbild Machtolsheim

Im 16. Jahrhundert erlebte der Ort eine Blütezeit. Damals besaß man das Marktrecht und hatte – wie in der Urkunde von 1502 erwähnt – 3 Tore, nämlich das „Untere Tor“ an der Straße nach Hohenstadt, das „Mortwinstor“ nach Laichingen und das „Stebentor“ in Richtung Treffensbuch.

Die gute Entwicklung wurde durch den dreißigjährigen Krieg unterbrochen. Der größte Teil des Ortes ging in Flammen auf. Viele Einwohner kamen ums Leben oder flohen. Erst im 19. Jahrhundert setzte ein neuer Aufschwung ein. In der Oberamtsbeschreibung von 1830 heißt es: „Das Dorf hat gute aber meist mit Stroh gedeckte Häuser, eine Schule, 3 Schildwirtschaften, 1 gut eingerichtete Brauerei, aber nur Dachwasser. Die Einwohner nähren sich neben dem Feldbau vom Spinnen und von der Leinenweberei, der Ort hat 40 Leinenweber, auch Hafner und einige Handwerker“.

Heute hat Machtolsheim 1.321 Einwohner und eine Gemeindefläche von 1.680 ha. Die Landwirtschaft hat immer noch eine große Bedeutung. Hinzugekommen sind einige größere Handwerksbetriebe, eine Obstsaftkelterei und mehrere Kunststoffbetriebe. Eine wichtige Rolle spielt der Tourismus. Vor allem das Camping- und Freizeitzentrum „Heidehof“ lockt viele Gäste an, ebenso der in der Nähe gelegene Ponyhof mit Märchengarten. Gerne besucht wird auch der Wasserturm, dessen Aussichtsplatte einen weiten Blick über die Albhochfläche gewährt. Sehenswert ist ferner die ev. Kirche mit ihrer farbigen Stuckdecke. Seit 1979 ist Machtolsheim berechtigt, die Bezeichnung Erholungsort zu führen.

Mit dem Bau der nordwestlichen Umgehungsstraße zur Autobahn ist eine deutliche Verkehrsberuhigung erreicht worden. Die im Juni 2004 fertiggestellte südwestliche Umfahrung trägt ebenfalls zur deutlichen Entlastung des Verkehrsaufkommens bei. Diese Auslagerung des Durchgangsverkehrs aus dem Ort schafft gute Voraussetzungen für eine gedeihliche und dorfgerechte Weiterentwicklung der Ortschaft.